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Praxisnah

Medien- Kommunikationswissenschaft ist nicht sonderlich praxisnah, das ist kein Geheimnis. Find ich eigentlich auch gar nicht so schlimm. Aber weshalb ist diese Fachrichtung eigentlich so lebensfern? Ich hab da einige Hinweise dazu gefunden.
Ich habe eine Vorlesung in Unternehmenskommunikation besucht, die wird von den Wirtschaftswissenschaftern angeboten und ist sehr praxisorientiert - sagte unser Professor zumindest regelmässig.
Den ersten Unterschied entdeckte ich schon in der ersten Vorlesungsstunde auf der ersten Folie. Kommunikation wird hier ganz anders definiert!
Der erste Teil war noch ganz vertraut:
Kommunikation = Übermitteln von Informationen und Bedeutungsinhalten
Die Fortsetzung hingegen war für mich ein bisschen überraschend:
Ziel: Steuerung von Meinungen, Einstellungen, Erwartungen und Verhaltensweisen bestimmter Adressanten gemäss spezifischer Zielsetzungen.
Naja, das ist dann wohl der praxisnahe Teil.
Auch sehr praxisnah ist wohl das Argument mit welchem der Professor auf eine kritische Frage antwortete:
"Wir sind hier in einer Wirtschafts- und nicht in einer Ethikvorlesung!"
Also das hät ich auch sonst bemerkt. Sehr praxisnah waren auch die Budgetierungsmodelle mit denen wir etwa einen Drittel der Zeit verbracht haben. Damit kann man nähmlich genau ausrechnen wie gross die Auswirkung des Werbebutgets auf den Absatz aussehen wird. Als ob man das Wetter im nächsten Sommer berechnen könnte...

Ich bin jedenfalls wiedermal froh, dass mein Fach so praxisfern ist.
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Wie in der Liebe so auch im Geschäft

Nur kurz weils so schön zum letzten Eintrag passt:
Die Möglichkeiten im Netz wurden wohl zuerst für Kontaktsuche privater Art benutzt (siehe letzter Eintrag), mittlerweile gibts aber auch eine riesige Business-Comunitiy im Netz (über eine Million Mitglieder). Da kann man wohl auch Partner fürs Leben kennen lernen...
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Liebe im Netz

Das Collegium Generale organisiert an der Uni Bern interdisziplinäre Vorlesungsreihen. Dieses (fast fertige) Semester wäre es um "Virtuelle Welten? Die Realität des Internets" gegangen. Leider hab ich erst letzte Woche von der Reihe erfahren, ich hät wohl die eine oder andere Veranstaltung besucht.
Letzten Mittwoch war ich jedenfalls da. Das Thema tönte spannend: "Die virtuelle Entstehung von Liebesbeziehungen". Die Soziologin Dr. Evelina Bühler-Ilieva von der Uni Zürich hatte die Datingplattform "partnerwinner.ch" untersucht und berichtete von den Ergebnissen. Wen's interessiert kann das Ganze hier nachlesen.
Ich find daran vor allem den Aspekt spannend, dass hier offensichtlich neue soziale Räume entstehen, welche zumindest im Bereicht "Partner finden" den traditionellen Möglichkeiten (Arbeit, Freizeit, Nachbarschaft, Partnervermittlung) mindestens ebenbürtig sind.
Meine Frage nach der Kontrolle dieser neuen sozialen Räume (TA-Media im Falle von Partnerwinner) stiess nicht auf sonderliches Interesse, wäre aber durchaus interessant und sollte im Auge behalten werden (Stichwort Datensammeln und Verwerten).
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infosociety.ch

Ich hab mir vorgenommen, ab sofort alles was ich an spannenden, halbwegs wissenschaftlichen Arbeiten, Projekten, Untersuchungen im Netz so antreffe hier zu erwähnen und in die Kategorie Resourcen zu schmeissen. Das gibt dann so eine Art kommentierte, persönliche Quellensammlung, oder sowas in die Richtung.

Als erstes möchte ich hier auf infosociety.ch hinweisen. Infosociety.ch ist die Plattform welche Untersuchungen, Daten und Entwicklungen zum Thema Informationsgesellschaft zur Verfügung stellt und wird von der Koordinationsgruppe Informationsgesellschaft des Bundes betrieben. Es wird auch ein monatlicher Newsletter angeboten den ich schon im letzten Beitrag erwähnt habe. Der Newsletter hat meist einen thematischen Schwerpunkt welcher von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. In der aktuellen Ausgabe gibts zum Beispiel auch einen Beitrag über Weblogs von einem Mitglied des Führungsstabs der Armee, Sektion Informationsoperationen, VBS. Ist recht lustig zu lesen find ich.

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blogs und bürgerjournalismus

Im neusten Newsletter von infosociety.ch schreibt Philomen Schönhagen, MuKW Professorin bei uns an der Uni, über neue Webdienste. Das machen zwar viele, aber erstens ist es erfreulich zu sehen, dass dies auch bei uns an der Uni ein Thema ist und zweitens macht sie das angenehm unaufgeregt.
Über weite Strecken bin ich mit ihren Analysen einverstanden. Ein Punkt geht aber nicht auf.
Das Potential von Blogs sieht Schönhagen unter anderem in ihrer Rolle als WatchBlogs für traditionelle Medien. Diese würden jedoch mit ihrer "spezifischen Vermittlungs- und Konzentrationsleistungen des professionellen Journalisten" nicht direkt durch die Blogs bedrängt. Als Beispiel für ein Watchblog nennt sie das BildBlog, dies leuchtet eigentlich ein, immerhin ist es ja das mit Abstand grösste Watchblog im deutschsprachigen Raum. Dies ist es jedoch unter anderem weil hier professionelle Journalisten "spezifischen Vermittlungs- und Konzentrationsleistungen" erbringen. Hinter Bildblog stecken alles professionelle Journalisten welche mitlerweile auch Geld mit dem Projekt verdienen müssen, da das ganze als Hobby langsam ein bisschen aufwändig wird. Hier geht die Argumentation nicht ganz auf, BildBlog hat nicht allzuviel mit Bürgerjournalismus zu tun.
Aus dieser Tatsache könnte man jetzt Theorien entwickeln über die Kommerzialisierung der Blogosphäre und so, dies lass ich jetzt aber für den Moment und komm eventuell später mal darauf zurück.
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Veranstaltung mit M. Dapp

Zum Schluss des Tages noch einen kleinen Inhaltlichen Beitrag: Ich organisiere nächsten Montag eine Diskussionsveranstaltung mit Marcus Dapp. Angesichts der vorgerückten Stunde hier nur noch der Flyer c&p.

Montag 30. Jan - 19:00 - diskutierBAR
im Centre-Fries (http://www.unifr.ch/centrefries), Rue G. Techtermann 8, Fribourg

Freie Software - freie Inhalte,
Quelle digitaler Nachhaltigkeit

Neben dem klassischen Copyright gibt es mittlerweile neue Lizenzformen für Wissen, Musik, Programmcodes etc. welche den Benutzern viel mehr Rechte einräumen. Das bekannteste Beispiel für freie Inhalte ausserhalb der Softwarewelt bietet Wikipedia welche ein riesiges Lexikon gratis zur Verfügung stellt. Marcus M. Dapp (ETHZ) wird zeigen weshalb diese Ansätze nötig sind und wie diese Konzepte zu einem nachhaltigen Umgang mit Wissen führen können.

Links zum Thema gibt es auf http://www.artifriciel.info
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Zügelstress

Endlich bin ich einigermassen angekommen in meinem neuen Zuhause. Ich hatte anfangs recht Mühe mich in meinem neuen Zuhause zurechtzufinden, aber jetzt gehts einigermassen. Dies ist in etwa wie der Umzug von einer Zweizimmerwohnung in ein Einfamilienhaus in der analogen Welt. Es gibt so viel mehr Möglichkeiten, ich weiss noch nicht wo ich was hintun soll. Es gibt noch einiges Einzurichten, ich will noch die andern Posts zügeln, Links müssen noch her und natürlich unmengen von diesen extrem trendigen Minibanners mit denen man sich wichtig machen kann ;-).
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soziale Kontakte 1 - Google 0

Ich hab hier behauptet es gäbe kein Gratisprogramm für Qualitative Datenanalyse. Und das nur weil ich mich via Google ein bisschen durchs Internet gehangelt hab. Ich hab diese Erkenntnis trotzdem verbreitet, offensichtlich ohne viel Erfolg. Ich bekam gerade ein SMS von einer Kollegin welche mich auf AnSWR aufmerksam machte. Eigentlich ein bisschen peinlich, dass ich das nicht selbst gefunden hab, aber es zeigt auch wieder - Google kann (noch) keine Kolleginnen ersetzen. Ein bisschen seltsam ist, dass das Programm vom "Center for disease control and prevention", einer Abteilung des us-amerikanischen Health-Departments zu Verfügung gestellt wird. Das Programm wird auf diversen Listen von QDA Programmen erwähnt, scheint also durchaus akzeptiert zu sein. Wenn ich weiss ob es was taugt, werd ich mich selbstverständlich hier wieder melden.
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Uni und Realität

Ich studier ja Medien- Kommunikationswissenschaften. Da wär ja eigentlich zu erwarten, dass so Geschichten wie Social-Software, Internet, Blogs, Wikis und all der Kram auch in meinem Studienalltag ein Thema wären. Dem ist nicht so. Nicht das ich die Selbstbeweihräucherung der "Blogosphäre" allzu ernst nehme, aber irgendwie hat das ganze Web2.0 ja wohl schon einen Einfluss auf Medienwelt. Wenn man aber bedenkt, dass an der Uni auch noch echte Vorlesungen (im Wortsinn) stattfinden - die stammen aus der Zeit vor der Druckerpresse - wundert das ganze vieleicht doch nicht mehr so. Naja, eigentlich wollte ich nur kurz auf einige wissenschaftliche Artikel hinweisen welche sich mit Bloggen befassen. Hab noch nicht alles gelesen - tönt aber spannend. Den Hinweis dazu hab ich übrigens bei Medienpraxis.ch gefunden.
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Digitale Allmend zum letzten

Gestern war die letzte Veranstaltung zur digitalen Allmend. Ein breites Podium diskutierte über Möglichkeiten einer digitalen Allmend. Das zentrale Thema war nicht überraschend: Geld. Wie kann der Erschaffer/die Erschafferin von Inhalt entschädigt werden wenn es kein materielles Medium mehr gibt, dass man verkaufen kann? Das Ei des Kolumbus wurde leider auch an diesem Abend nicht gefunden.
Was aber deutlich wurde ist, dass es nicht möglich ist alle Formen von Inhalten (Imaterialgütern) über einen Kamm zu scheren. Mit OS Software funktionieren andere Finanzierungsmodelle als mit Musik oder Wissen. Ich glaub nicht, dass eine Band sich finanzieren könnte mit einem 24Stunden Support und einem dicken Handbuch zu ihren Liedern ;-)
Es macht wohl Sinn beim suchen nach Finanzierungsmöglichkeiten und Lizenzformen drei Kategorien von Inhalten zu unterscheiden.
  • Software. Da muss man sich wohl am wenigsten Sorgen machen. Da scheint man ja trotz OpenSource davon leben zu können und es gibt auch schon diverse Lizenzmodelle die recht erfolgreich sind.
  • Wissen. Dies geht von den neusten News aus dem Irak bis zu irgendwelchen wissenschaftlichen Erkenntnissen. (Da ist übrigens ein neues Lizenzkonzept unterwegs)
  • Kulturelle Werke: Musik, Gedichte, Grafiken, Videos.
Was ganz ausser acht gelassen wurde gestern abend, ist die Idee Inhalte sozusagen nach Produktionsaufwand zu entgelten und nicht wie traditionell üblich pro Leser/Konsument/Käufer. Klar betont wurde jedoch wer das grösste Interessen am bisherigen System hat. Die Industrie welche die Inhalte vom Erschaffenden zum Kunden transportierte ist plötzlich ersetzlich. Die Front sollte also wohl nicht zwischen Kreativen und Konsumenten verlaufen (welche angeblich sowieso verschmelzen), sondern gegen die Unterhaltungsindustrie welche ihre Pfründe verteidigt, deren Nutzen für den Konsumenten schwindet(schade für sie).
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